Kameratypen

Aufbau einer 3-Chip-Kamera
 

Bei den Kameratypen unterscheidet man zunächst zwischen Videokameras und Digitalkameras.
Videokameras sind in der Lage, mit 50 Hz zwei Halbbilder zu erzeugen. Dies ist, wie die Anzahl der Zeilen, durch die Fernsehnorm vorgegeben. Für die Darstellung auf einem analogen Monitor und bei allen Anwendungen, bei denen ein Livebild benötigt wird, ist daher die Videokamera mit einer maximalen Auflösung von 752 x 582 Pixeln die geeignete Wahl.
Digitalkameras verfügen über wesentlich mehr Bildpunkte auf dem Chip. Entsprechend lassen sich damit auch höhere Auflösungen erzeugen und mehr Details können sichtbar gemacht werden, wenn das maximale Auflösungsvermögen der Mikroskopoptik dazu ausreicht.

 

 
 
Kameratyp Arbeitsweise Einsatzgebiete Vorteile Nachteile
Microscanning 1 Chip oder Prisma wird zur Belichtung verschoben höchstaufgelöste Aufnahmen unbewegter Objekte
Mikroskopie, Makroskopie
nur 1 Sensor
volle Auflösung (z. B. 3900 x 3090 bei 36-Shot)
keine bewegten Objekte
Einstellbild mit niedrigerer Auflösung
3-Chip chromatischer Prismenteiler hochaufgelöste Aufnahmen bewegter Objekte
Mikroskopie und andere Anwendungen
Echtzeitbild
sehr gute Farbtreue
teurer, da höherer Aufwand
1-Chip
1-Shot
1-Chip mit vorgesetzem Farbrasterfilter hochaufgelöste Aufnahmen bewegter Objekte
Mikroskopie und andere Anwendungen
Echtzeitbild weniger gute Farbtreue
1-Chip
3-Shot
1-Chip mit vorgesetzem Farbfilterrad höchstauflösende Aufnahmen unbewegter Objekte
Studiokamera
nur 1 Sensor
volle Auflösung des Sensors pro Farbe
lange Belichtungszeiten
kein Livebild
keine bewegten Objekte
Zeilenscanner 3-CCD Zeilen als Alternative für Großformat an Fachkamera extrem hohe Auflösungen (z. B. 5000 x 5800) lange Belichtungszeiten
keine bewegten Objekte
kein Livebild